Fahrt zum Martinsmarkt 2025

(Von Moritz Schürmann) Am 08.11. war es wieder so weit: 21 Mitglieder aller Altersklassen unseres Schwestervereins zur Förderung der Freundschaft Kreis Herford-Voiron e.V. machten sich im Reisebus nebst voll beladenem Kühlanhänger bereits um 18:30 Uhr auf an die Isere zur „Foire de la Saint Martin“ in Voiron. Darunter befanden sich drei Erstfahrerinnen und -fahrer, die sich sofort in das Team einfügten. Voran gingen dem traditionellen Besuch zwei Vormittage intensiver Vorbereitung: Bereits am 7.11. wurde der Kühlanhänger mit 400 Litern Fass- und einer Palette Flaschenbier, Theke, Zapfanlage, Stehtischen und Schirmen beladen, ferner mit der Grillausrüstung. Am 08.11. folgten soviele gebrühte Bratwürste beim heimischen Schlachthof Goksch, wie der Kühlanhänger zuläßt.
Nach 15 Stunden Busfahrt musste zunächst der Kühlanhänger in der marktbedingt bereits recht vollen Altstadt von Voiron rückwärts zielgenau an seinen Platz rangiert werden. Busfahrer Frank von Firma Pieper leistete dabei Präzisionsarbeit, das weitere händische Rangieren besorgten Mitfahrer und französische Freunde, die die Mannschaft begrüßten. Danach stand bei herrlichem Sonnenschein der obligatorische Besuch auf dem Friedhof von Voiron an, wo an den Familiengräbern Vial sowie Neton jeweils der Mütter und Väter der Partnerschaft gedacht wurde, die nicht mehr unter uns sind.


Mittags begab sich die Gruppe ins Restaurant „ Le Tire-Bouchon“, wo eine Vielzahl französischer Freunde und Gastgeber sowie ein vorzügliches Dreigang-Menü die Müdigkeit schnell verfliegen ließen. Der Weg zu den Gastfamilien und zumeist ein nicht minder schmackhaftes Abendessen bedeuteten für die meisten bereits den letzten Programmpunkt des Anreisetages.

Bei etwa 13 Grad, Sonnenschein und entsprechendem Andrang auf der Foire de la Saint-Martin wurde montags wie gehabt bereits ab 9 Uhr fleißig verkauft – gegen 14:30 Uhr machte die Mannschaft Feierabend und leitete den Abbau ein, um für den Dienstag überhaupt noch ein gewisses Kontingent an Speis und Trank anbieten zu können.
Der freie Nachmittag bot Gelegenheit für Einkäufe auf der Foire sowie in diversen Supermärkten, manche starteten auch zu einem Ausflug in den Vercors. Als Abendveranstaltung fand die traditionelle Soirée de Jumelage im Salle des Fêtes bereits zum dritten Mal komplett unter der Regie der französischen Ehrenamtlichen des Comité de Jumelage sowie der Association Amis Voiron – Herford statt. Dies bedeutete nicht nur ein kurzweiliges Programm inkl. professionellem DJ, sondern auch eine abwechslungsreiche Auswahl von Speis und Trank, inkl. lokaler Spezialitäten an Brot, Käse und Charcuterie. Chartreuse, ausgeschenkt durch den ehemaligen Bürgermeister von Voiron, durfte natürlich auch nicht fehlen. Bis nach Mitternacht feierten die letzten Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Tanzfläche, bevor eine kleine Gruppe noch in den Irish Pub “Hyde Park” weiterzog. Unter neuer Leitung dauerte die Sause hier noch bis nach 2:00 Uhr an.
Trotz eines langen Festabends war der Stand auch am 11.11. wieder pünktlich in Betrieb. Bei anhaltender Sonne und sogar 15-16 Grad verkündete man bereits um 12:30 Uhr das Ende von Bratwürsten und Fassbier, bald darauf auch das der 8er-Bierträger. Für den Vormittag nicht eingeteilte Mitfahrerinnen und -Mitfahrer nutzten den goldenen Herbsttag für eine Wanderung hoch zur Notre-Dame de Vouise. Auch unser Landrat a. D. Jürgen Müller und der frühere Dezernent Norbert Burmann, die privat nach Voiron gereist waren, machten sich auf “in den Berg”.


Nach Abbau des Standes und händischem Ausparken des Anhängers in voller Besetzung wurde selbiger mit tatkräftiger Hilfe von Luc, Landwirt des Biobetriebes Ferme du Grand Chemin in Charnècles, zum Abfahrtstreffpunkt am Gare Routière Sud geschafft. Startprobleme wie ein im Eifer des Gefechts auf dem Marktplatz vergessenes Anhängerschloss ließen sich dank diverser noch mit Markteinkäufen beschäftigter Mitfahrerinnen und -fahrer schnell und unkompliziert lösen.


Die erschöpften, aber zufriedenen Martinsmarktfahrerinnen und -fahrer hatten noch eine Weile Zeit, um bei den Gastfamilien zusammenzupacken und sich zu verabschieden. Abermals um 18:30 legte das ungewöhnliche Reisebus-Kühlhänger-Gespann ab, um vollgepackt mit Walnüssen und Walnussöl, Rohmilchkäse und anderen Köstlichkeiten am 12.11. um 9:45 Uhr wieder an der Mindener Straße in Herford einzutreffen. Nach einer Rundfahrt zu Schlachthof, Brauerei und Einlagerungsplatz der Standausrüstung hatte auch das Team “Logistik” seinen wohlverdienten Feierabend.


Nach dem Markt ist vor dem Markt – die Martinsmarkt-Gruppe freut sich schon auf das nächste Mal!

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